Är het gnue vom zahle für nüt!
Dr Ueli hocket am Sunntig am Chuchitisch, vor sich es Chacheli Kafi und sini Wohnigsabrächnig. Är schüttlet dr Chopf. Scho wieder isch dr Mietzins gschtige. Scho wieder het är es Schriibe vom Verwalter übercho, wos um nes Aliege im Huus geit – wo eigentlich nid mau sis Huus isch.
“Ig zahle jetz sit zwänzg Johr Mieti für ne Wohnig, wo am Ändi nie mir wird ghöre”, brummlet är i sich ine. “Was blibt mir am Ändi übrig? Nüt. Kei Stei, kei Garte, kei Wärt.”
Dr Ueli isch nid allei mit däm Gedanke. Ganz viu Lüt im Emmental si früecher oder speter mit der gliche Frog konfrontiert: Lohnt sich ds miete überhaupt no – oder wär choufe nid dr gschiider Wäg?
Mieten oder kaufen? Was sich im Emmental wirklich lohnt
Die Frage “Mieten oder Kaufen?” lässt sich nicht pauschal beantworten – aber ein paar Faktoren helfen bei der Entscheidung, gerade in einer Region wie dem Emmental, wo die Immobilienpreise im Vergleich zu den grossen Zentren wie Bern oder Zürich noch deutlich moderater sind.
Diese Punkte sprechen für einen Kauf:
- Stabile monatliche Kosten. Wer eine Hypothek zu einem festen Zinssatz abschliesst, kennt seine Wohnkosten über Jahre hinweg – ganz ohne jährliche Mietzinserhöhungen.
- Vermögensaufbau statt Konsum. Miete ist verlorenes Geld. Bei einer Hypothek zahlt man zwar auch Zins, reduziert durch die Amortisation aber gleichzeitig seine Schulden und erhöht damit den Eigenkapitalanteil an der Liegenschaft.
- Tiefere Einstiegshürden als in der Stadt. Im Emmental sind die Quadratmeterpreise spürbar tiefer als im Berner Mittelland – das heisst: mit demselben Eigenkapital kommt man hier oft schon zu einem Haus mit Umschwung, wo es in der Stadt gerade mal für eine kleine Wohnung reichen würde.
- Emotionaler Wert. Ein eigenes Zuhause lässt sich gestalten, umbauen, weitergeben – etwas, das bei einer Mietwohnung praktisch nie möglich ist.
Diese Punkte sprechen (zumindest im Moment) für das Mieten:
- Flexibilität. Wer beruflich noch nicht sesshaft ist oder in den nächsten Jahren wegziehen könnte, ist mit einer Miete oft besser bedient.
- Tiefes Eigenkapital. In der Schweiz braucht es in der Regel mindestens 20% des Kaufpreises als Eigenkapital, wovon die Hälfte nicht aus der Pensionskasse stammen darf. Ist das noch nicht angespart, ist eine Mietsituation die Lösung der Stunde.
- Keine Lust auf Verantwortung. Als Eigentümer ist man für Unterhalt, Reparaturen und Werterhalt selbst zuständig – das kostet Zeit, Nerven und auch immer wieder Geld.
Für Ueli persönlich – seit Jahren im Emmental verwurzelt, mit einer festen Stelle und dem klaren Wunsch, endlich in etwas Eigenes zu investieren – überwiegen die Argumente fürs Kaufen deutlich. Und vermutlich geht es vielen so, die diesen Artikel gerade lesen.
Was Ueli als Nächstes macht
Am Ueli sini Entscheidig isch gfaue: Är wot nüm zueluege, wie sis Gäud im Nüt verschwindet. Är wo öppis eigets. Aber wie geit me da eigentlich vor? Wieviel darf’s überhaupt choschte? Und wär hilft eim, wenn me säuber gar nid weiss, wo afa?
Genau da chunnt dr nächscht Schritt is Spiel – und dä verrate mir euch i dr nächschte Folg.
Willst du wie Ueli den Schritt vom Mieten zum eigenen Zuhause wagen? Bei Immoment begleiten wir dich persönlich und mit lokaler Marktkenntnis durch den ganzen Prozess – von der ersten Frage bis zur Schlüsselübergabe.